Netzwelt

14.06.2010

Seit Freitag ist sie eeeendlich im Gange – die Fußball-WM. Natürlich auch im Netz. Unser Webreporter Schiri hat das ein oder andere ausgegraben.

Die FIFA Fußball Weltmeisterschaft ist omnipräsent im Netz – egal ob als Google Doodle, bei Twitter oder in den sozialen Communities wie Facebook. 
Alle wichtigen Infos auf einem Blick gibt’s für Nutzer des Chrome-Browsers, denn dort gibt es eine offizielle WM-Erweiterung, welche Infos, Ticker, Ergebnisse und Tabellen ohne großes Surfen direkt im Browser verfügbar macht. Wem das nicht reicht, der kann seinen Browser gleich Öffnet externen Link in neuem Fensterkomplett schwarz-rot-gold einfärben.

Möööööööööp – so klingen die meisten WM, danke an die Vuvuzelas, die original südafrikanischen Nervensägen, die bis zu 120 db laut werden. Die Surfpoeten haben deshalb mal eben online erklärt, wie man mit einfachen Mitteln und einem PC oder Mac die Öffnet externen Link in neuem FensterVuvuzelas rausfiltert und sich dann ganz und gar am dummen Geschwätz von Bela Rethy erfreuen kann.

An all den tollen Internetsachen kann man sich natürlich nur erfreuen, wenn man auch vor dem Rechner sitzt. Unterwegs muss man deshalb aber nichts verpassen. Für Öffnet externen Link in neuem FensteriPhone und Öffnet externen Link in neuem FensterAndroid gibt es eine ganze Reihe von Apps, die einem immer und überall Spielstände, Tabellen und die neusten Infos rund ums Turnier liefern.

Patrick Schneider

Aktualität

09.06.2010

Am Montag war es mal wieder soweit. Zum 21 Mal trafen sich interessierte Mac- und iPhone-Entwickler in San Francisco zur Worldwide Developers Conference. Und wie jedes Jahr wurde auch diese WWDC mit einer Keynote durch Steve Jobs eröffnet. Während Steve Jobs in den Jahren zuvor fast immer mit einer Überraschung einschlagen konnte, ging es dieses Jahr mehr darum, die technischen Daten des neuen iPhones Ding festzumachen. Im Vorfeld wurden durch den Technik-Blog Gizmodo mehr oder weniger sämtliche Details des neuen iPhones veröffentlicht. So waren das neue Aussehen und einige Hardwarebestandteile schon vor der eigentlichen Keynote an die Öffentlichkeit gelangt.

So bietet das iPhone 4 mehr Auflösung. Zwar hat sich in der Größe des Displays nichts getan, aber durch die Erhöhung der Auflösung auf 960x640 Pixel, hat Apple mal eben locker die Pixeldichte des Displays um das vierfache erhöht. 326 dpi und damit 26 dpi über der Grenze, ab der man noch einzelne Pixel erkennen kann. Das verspricht knackscharfe Bilder und Texte. So sollte es dann auch angenehmer sein, mal längere Texte auf dem iPhone zu lesen.

Obligatorisch war die Verbauung des Apple A4 Chip, der dem iPhone im Vergleich zum 3GS noch einmal einen deutlichen Leistungsschub mit auf den Weg gibt. Durch den neuen Chip und den größeren Akku, soll sich laut Apple, die Gesprächszeit pro Ladung um 40 % gesteigert haben. Dadurch wird in Zukunft auch auf microSIM umgestellt, welche schon im iPad 3G Standard ist.

Und für alle Partyknippser hat Apple dem iPhone 4 nun eine noch besserer Kamera spendiert. 5 Megapixel und ein LED-Blitz sollen hier für deutlich bessere Bilder sorgen. Dabei wurden aber nicht, wie gewohnt die Pixel vergrößert, sondern ein größerer Sensor verbaut und auf Hintergrundbelichtung umgestellt. So lassen sich auch in dunkleren Lokalität bessere Aufnahmen machen. Und wem starre Bilder zu wenig sind, der kann jetzt auch bewegte Bilder in 720p mit 30 Frames pro Sekunde aufnehmen. Eine zweite Kamera prangt auf der Vorderseite. Sie liefert Standard-VGA-Auflösung und steht für Apples neue Videochat-Applikation FaceTime zur Verfügung. Aber natürlich auch für Drittanwendung. Man darf gespannt sein, was sich Entwickler für finde Anwendungen oder unterhaltsame Spiele einfallen lassen.

Zu guter letzt wurde noch das neue iPhone Betriebssystem vorgestellt. Es läuft nun unter dem Namen iOS und ist ab sofort sowohl für iPod Touch, als auch eben für iPhones gedacht. Mussten iPod-Touch-Besitzer vorher noch für Updates zahlen, fällt diese Prozedur mit dem neuen iOS weg. Kostenlose Updates also nun für beide Anwendergruppen.

Neben weitere neuen Appvorstellung, unteranderem iMovie fürs iPhone, und rund 100 anderen Neuerungen, wird wohl eine Änderung im iOS auf gespaltene Meinungen treffen. Von Apple iAd getauft, soll sie Entwicklern ermöglichen einfacher Werbung in ihre Anwendungen zu platzieren und somit auch für kostenlose Apps Geld zu verdienen. Inwiefern sich das auch in kostenpflichtigen Apps niederschlagen wird, muss abgewartet werden. Ebenso die neuen Tarife. Weiterhin bleibt Telekom in Deutschland Exklusivpartner, die nicht gerade für studentenfreundliche Tarife bekannt sind. Zumindest nicht in der Verbindung mit dem iPhone.

Kristof Dreier

Netzwelt

Der schlaue Kühlschrank - ja es gibt ihn. Der Hersteller sagt, dass das Gerät Rezepte generieren kann, die auf die Inhalte des Kühlschranks abgestimmt sind. Leider hat die Sache noch den Riesen Haken, dass der Kühlschrank nicht weiß, was ihn im drin steht. Das muss man ihm manuell per Touchscreen sagen – und das ist irgendwie ziemlich uncool. Vielleicht fängt die Lebensmittelindustrie ja jetzt an, auch in Butterverpackungen RFID-Chips zu verbauen.

Bis es soweit ist, kann man sich ja Rezeptideen googeln. Dies macht man sowieso inzwischen mit fast allem. Lauren Rosenberg hat das auch gemacht, sie hat Google Maps genutzt, um sich eine Route zu suchen. Nun will sie 100.000 US-Dollar von Google einklagen. Warum? - Weil die gute Frau vor ein Auto gelaufen ist und ihr das Google nicht gesagt hat. Sie hat die Fußgängernavigation von Google MPs benutzt. Dort findet sich auch ein Hinweis von wegen „Beta, seien sie vorsichtig“ , aber der war ihr wohl nicht offensichtlich genug. Und deshalb ist die gute Frau dann frisch, fromm, frei auf der Utah State Route 224 spazieren gegangen und dabei angefahren worden. Man darf gespannt sein, ob sie gewinnt. Es wäre ja nicht der erste Prozess dieser Art in den USA, man denke nur an den heißen Kaffee bei McDonalds oder dem fehlenden Hinweis, dass man während man ein Wohnmobil lenkt, nicht nach hinten gehen kann. Die dabei entstehenden Kopfschmerzen kann man ja mit selbstgedruckten Pillen bekämpfen.

Das wäre ein Ansatz. Forscher der Uni Leeds arbeiten nämlich an einem Verfahren, Pillen direkt in der Apotheke mit dem entsprechenden Wirkstoff zu bedrucken. Tabletten bestehen im Durchschnitt aus 99,9% Füllmaterial und nur 0,1% echtem Wirkstoff. Dieser Wirkstoff soll dann direkt in der Apotheke auf eine leere Pille aufgebracht werden. Der Vorteil wäre, dass man personalisierte Medikamente zusammenstellen und Wirkstoffe besser kombinieren könnte. Dies ist aber noch Zukunftsmusik. Zur Zeit funktioniert das nur bei gut 1% aller verschreibungspflichtiger Medikamente.
Also müssen wir den Kater nach der Party wohl eben doch weiter mit Hausmitteln bekämpfen: saurer Hering und viel Wasser.

Patrick Schneider

Netzwelt

Fernsehen genau dann schauen wann man es will und nicht mehr, wenn eine Sendung auf dem Plan steht. Für unsere Generation ist dies, dank YouTube und den vielen Mediatheken, inzwischen eine echte Alternative. Mit ganzefolgen.de gibt es jetzt ein Portal, dass die Angebote aller Mediatheken bündelt. Das Portal bündelt die On-Demand-Angebote von ARD, ZDF, RTL, Vox, Kabel1 und Pro7. Von der Usability her bietet es alles, was man erwartet. Es bietet eine gute Suchfunktion, eine ganze Reihe von Filterfunktionen und die Möglichkeit, Favoriten im Nutzeraccount abzulegen. Ein Klick auf ein Video führt dann direkt zum jeweiligen Eintrag in der Mediathek. Wer ganzefolgen.de nicht mag, kann alternativ auch mal Öffnet externen Link in neuem Fenstersendungverpasst.de probieren.

Am Freitag war iPad-Verkaufsstart in Deutschland und der Einzelhandel meldet, dass alles ausverkauft sei. Ketten wie Saturn haben teilweise aber auch nur 3 iPads pro Filiale bekommen. Aber selbst beim Apple-Spezialist Gravis wird man 72 Stunden nach dem Verkaufsstart schon vertröstet. Da bleibt eigentlich nur der online Kauf übrig. Schneller wird es davon aber auch nicht, denn Amazon gibt gar keinen Liefertermin an, der offizielle Apple-Shop nur Juni. Das kann morgen sein, oder in vier Wochen. Da heißt es wohl für unsere Design-Opfer warten und mit dem iPod spielen.

0 88 88 88 88 – diese Nummer soll tödlich sein, sagt der bulgarischer Mobilfunkbetreiber Mobitel und hat die Nummer jetzt gesperrt. Drei Kunden, die die Nummer hatten, sind inzwischen verstorben, darunter auch der Ex-Chef des Unternehmens. Die anderen beiden Nutzer waren ein Mafiaboss und ein Drogenschmuggler, beide erschossen von Konkurrenten. Von daher muss man wohl sagen, dass es nicht an der Nummer an sich lag, sondern eher am Nutzungsverhalten.

Patrick Schneider

Konzertcheck: Gisbert zu Knyphausen

Blickpunkt:das Kulturzentrum Tollhaus in Karlsruhe.
Der Grund:ein Mann mit Gitarre und viel Melancholie im Gepäck.

Am Samstag machte sich ein Großteil der Musikredaktion des Fufunk auf den weiten Weg nach Karlsruhe. Genauso wie ca. 600 andere Musikinteressierte. Das Ambiente konnte sich sehen lassen. In dem großen Vorsaal herrschten rege Unterhaltungen der Fans in geselliger Stimmung. Der Konzertraum selbst ähnelte einem kleinen Theatersaal ohne Bestuhlung. An den Seiten boten sich Sitzgelegenheiten, die auch ausfüllend genutzt wurden.

Eine Dreiviertelstunde nach dem Einlass begann ein junger Künstler namens Moritz Krämer als Vorband. Bestückt mit Gitarre und gelegentlicher Unterstützung der Band von Gisbert zu Knyphausen verzückte er mit seinen eigenwilligen Texten das Publikum. Darunter auch die etwas bekannteren Stücke „Mitbewohnerin“ und „kleiner Spatz“. Seine neuen Songs zeigten eine Weiterentwicklung zu vorherigem Material und wirkten musikalisch verspielter als die von der ersten Platte. Die gespannten Zuhörer zollten ihm das mit begeistertem Applaus zurück.

Jetzt hieß es noch eine halbe Stunde warten und los ging es! Gisbert zu Knyphausen und Band traten auf die Bühne. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt wissen, wie lange dieser Abend noch dauern sollte. Die Mischung aus alten und neuen Songs war perfekt. Doch erst nach dem vierten Song „Herzliche Glückwunsch“ sprang der Funke erst so richtig über. Das lag an den überraschend langen und intensiven Instrumentalparts, die auf den Longplayern sonst nicht zu hören sind. Zwischen den einzelnen Liedern lag eine merkwürdige Spannung und Stille in der Luft. Jeder wartete gespannt auf die nächste Ansage und die nächste Darbietung. Die stimmliche und musikalische Qualität war wirklich hervorragend. Auf ein umfangreiches Konzert von 1 Stunde und 30 Minuten folgten dann noch 2 Zugaben von insgesamt 30 Minuten. Mit steifen Beinen vom Stehen, machten wir uns vollends zufrieden auf den Weg den nach Hause. So muss ein Konzert sein!

Zum allem Überfluss haben wir mit Gisbert zu Knyphausen vor dem Konzert ein Interview geführt. Das werden wir euch demnächst in einem Gisbert-Spezial hören.

Alexander Graeff

Alles neu macht der Mai!

FuFunk.de hat einen neuen Anstrich und neue Funktionen bekommen. Und überhaupt ist alles ein bisschen toller als vorher!

Was muss noch rein, was sollen wir anders machen? Schreibt eure Meinung an studio@fufunk.de oder postet sie auf unserer Facebookpage www.facbook.com/fufunk